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Über Denise Mändli

#DigitalNative & #WorkingMom mit Hang zu allem was #DigitalMarketing hergibt. Auch sonst Interesse an allem, was mit dem Elternsein verbunden ist.

Vorgekochtes

Baby Brei – Wenig Zeit macht erfinderisch

Bereits im ersten Mama-Koffer vom Facharzt erhält man den ersten Brei, danach folgt der Baby-Koffer zur Geburt, noch eine Brei-Variante und zum Schluss erhält man dann noch einen im Junior-Koffer oder zusätzlich, wie ich vom Kinderarzt. Als #WorkingMom wollte ich es mir aber nicht nehmen lassen, meinem kleinen Spross sein Mal aus Mama’s Kochtopf zuzubereiten. Da ich wenig Zeit und Platz im Kühler zur Verfügung hatte und keine guten Tipps im Internet auffindbar waren, musste ich mir meinen eigenen Masterplan zaubern.

Zuerst machte ich mich via Foren auf die Suche nach möglichen Zutaten. Welche ich dann in Gemüse-,  Früchte-, Sättigungs- und Fleisch- bzw. Fleischersatz-Beilagen aufteilte.

Gemüse

  • Kürbis
  • Rüebli (Karotten)
  • Zucchetti (Zucchini)
  • Auberginen
  • Pfälzerkarotten
  • Knollen-Sellerie
  • Kohlrabi
  • Erbsen
  • Spinat
  • Gurken
  • Kohl: Rotkohl, Weisskabis (Weisskohl), Wirz (Wirsing)
  • Tomaten
  • etc. (möglichst saisonal, aber damit’s nicht langweilig wird, darf auch ein Auge zugedrückt werden)

Tipps: Vorsicht, bei Kindern mit Neigung zu Blähungen | Tomaten können ein rotes Füdli geben | Zitrusfrüchte auch.

Früchte

  • Äpfel
  • Bananen
  • Birnen
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Zwetschgen
  • Aprikosen
  • Beeren: Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, etc.
  • Mango
  • Melonen
  • etc. (auch hier saisonal, aber da es im Winter eher langweilig wird, gefrorenes und auch exotisches)

Sättigung

Zu den Früchten

  • Griess
  • Haferkleie
  • Zwieback (ohne Zucker)
  • Süsskartoffeln
  • Dinkelflocken, Dinkelflakes
  • Pancroc/Microc
  • Polenta
  • Avocado
  • Flocken div. Babynahrungsanbieter (Holle und Bimbosan, waren die Präferierten)
  • Haferpops ohne Zucker

Zum Gemüse

  • Kartoffeln
  • Teigwaren Hartweizengriess (ab und zu Eier-Teigwaren)
  • Polenta
  • Brot
  • Pancroc/Microc

Fleisch, Fisch und Fleischersatz

  • Eier
  • Rind: Hackfleisch, Voressen o.ä.
  • Poulet
  • Sesam-Crème (Tajine)

 

Am Anfang habe ich jeden Tag vorgekocht und überlegt… Doch das wurde schnell ermüdend. Nach einem langen Arbeitstag, den man mit möglichst viel Kinderminuten ausklingen lassen und sich doch noch etwas erholen möchte. Einfrieren war mir zu platzintensiv und zu aufwendig. All die Tipps mit dem in Eiswürfelförmchen umfüllen etc. machten mich nicht glücklich.

Eines Sonntagabends kam mir die Idee Gemüse, Früchte, Sättigungsbeilagen, Fleisch vorkochen & täglich pre-mixen. Das ist gar nichts Neues und vor mir sind sicher bereits tausende von Frauen auf diese Idee gekommen. Leider hat sie niemand auffindbar mit mir im Netz geteilt…

So wanderten jeden Sonntag Gemüse, Früchte und Sättigungsbeilagen des Wocheneinkaufs in meinen Dampfkochtopf und wurden im Stück oder kleineren Stücken gegart und in Tupperware’s in den Kühlschrank verfrachtet. Das Fleisch wurde mit Rapsöl angebraten und ebenso verstaut.

Danach wurde jeden Abend das Tagesmenü zusammengestellt und mit der Gabel zerdrückt oder wenn nötig im Mixer püriert. Das Mittagessen erhielt noch einen extra Tropfen Rapsöl.

Dank der Trennung und Beschriftung der Schälchen konnte, das auch mein Mann übernehmen, was für uns ein wichtiger Punkt war – möglichst viele Dinge sollten beide gleichberechtigt tun können.

Tipps

Ich bin keine Mütterberaterin oder Ernährungsexpertin, diese Tipps sind aus meinen Erfahrungen als Mutter.

  • Zuerst mit 1 Gemüse anfangen, danach habe ich schnell wie wild gemixt
  • Je nach Aktivitätsgrad des Babies mehr Sättigungsbeilage: ich habe jeweils 50/50 gewählt
  • 200-250g war mein Standard-Brei-Gewicht
  • Am Anfang habe ich alles gekocht
  • Die Schälchen jeden Abend vorbereiten und mit z’Morgen, z’Nüni, z’Mittag, z’Vieri, z’Nacht beschriften: Hilft der Tagesmutter oder Krippe, spart aber auch Zeit, wenn man einen Mami-Tag hat
  • Lieblingsmix herausfinden
  • Es darf auch gerne mal 2-3x dasselbe geben, das stört höchstens das Mami 🙂
  • z’Nachtstandard: Griess oder Polenta mit Frucht/Früchten
  • Lieblingsfrucht und -gemüse nutzen, um andere Früchte/Gemüse schmackhaft zu machen
    Bei mir waren das: Banane & Apfel
  • Es braucht nicht immer Fleisch
  • Vorteil von Selbstgemacht: Die Breie schmecken auch Mama und Papa (auch das Fleisch)
  • Den Griess nicht mit Milch, sondern nur mit Wasser machen
  • Griess mit Vanillestange kochen
  • Ab 9 Monaten Früchtebrei mit ein bisschen Kiri oder Bifidus-Nature-Joghurt zubereiten
  • Ich habe keine Nüsse verwendet, bis der #kleineTiger 1-jährig war
  • Sobald die Neugier da ist, vorgekochtes Gemüse auch in Sticks schneiden, als Fingerfood für die/den Kleine/n

Lieblings-Mixes des #kleinenTiger’s

  • Rotkohl, Apfel, Hackfleisch + Sättigungsbeilage (Tipp einer anderen Mutter)
  • Aubergine, Tomate, Hackfleisch + Sättigungsbeilage
  • Zwieback, Birne
  • Banane, Himbeere + Griess oder Vanille-Griess

Geek-Faktor

Evernote

Um organisatorisch leicht den Überblick zu behalten, bediente ich mich der App „Evernote„.

  • Kosten: gratis-Version
  • Mobile-Betriebssystem: iOS, Android, Blackberry

Darin wurden Einkaufszettel angelegt und die Brei-Kombinationen erfasst. Lieblingskombinationen bzw. „Geht immer“ wurden markiert. Gegen Ende der Brei-Zeit kam ich dann auf die Idee, auch meinen „Nicht-SocialMedian“-Mann dazu zu bringen, Evernote zu installieren. Jetzt nutzen wir es für Wunschlisten für den #kleinenTiger, Checklisten, Packlisten und ähnliches.

GU Baby Rezepte mit Qualitätsgarantie

Monah hat mich netterweise auf die App „GU Baby Rezepte mit Qualitätsgarantie“ hingewiesen, um den Geek-Faktor zu erhöhen.

  • Kosten: CHF 4.-
  • Mobile: Betriebsystem: iOS

Ausprobiert habe ich sie nicht. Die Kosten, spärlichen Visuals, mangelnden Bewertungen hätten mich wahrscheinlich auch davon abgehalten. Zudem besitzen wir zwar ein iPad, aber ich ein Android-Smartphone, eine Erleichterung beim Einkaufen hätte das für mich somit nicht wirklich gehabt. Falls jemand die App getestet hat oder testen möchte, sei an dieser Stelle ermuntert, seine Erfahrungen mit uns zu teilen. Und sonst gibt es vielleicht bis zum zweiten Kind bereits eine Android-Version ;). Grundsätzlich war ich aber sehr zufrieden mit meiner Evernote-Lösung.

Natürlich kann man das Ganze auch un-geekig lösen. Denn obwohl ich absoluter Fan davon bin, für alles ein digitale Lösung zu finden, muss ich leider sagen, dass es im Baby-Bereich leider erst wenige, wirklich gute Lösungen auf dem Markt gibt.